Peter Jordan (Schauspieler)

deutscher Schauspieler

Peter Jordan (* 26. April 1967 in Dortmund-Gartenstadt) ist ein deutscher Schauspieler, Hörspiel- sowie Hörbuchsprecher und Theaterregisseur.

Peter Jordan porträtiert von Oliver Mark, Berlin 2009

Herkunft und Ausbildung

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Peter Jordan, Sohn eines Krankenpflegers und einer Hausfrau, wuchs gemeinsam mit seiner Schwester in Dortmund auf.[1] Bereits während der Schulzeit sammelte er erste schauspielerische Erfahrungen in der Theater-AG.[1] In seiner Jugend war er zudem Marathonläufer. Nach seinem Abitur 1986, das er als Zweitbester seines Jahrgangs ablegte, leistete er zunächst in der Altenpflege Zivildienst bei der Caritas.[1] Im Anschluss daran begann er in Essen ein Medizinstudium (Berufsziel Unfallchirurg), das er vorzeitig aufgab, um 1991 eine Schauspielausbildung an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater Hamburg zu absolvieren, die Jordan aber nach zweieinhalb Jahren ohne Abschluss ebenfalls abbrach.[1]

Jordan erhielt in der Spielzeit 1994/1995 sein erstes festes Bühnenengagement am Volkstheater Rostock.[1] Ein Jahr später wechselte er unter dem damaligen Intendanten Leander Haußmann an das Schauspielhaus Bochum, wo er fünf Jahre zum Ensemble gehörte.[1] Dort arbeitete er mit den bekannten Regisseuren Jürgen Kruse und Dimiter Gotscheff zusammen.[1]

Zur Jahrtausendwende ging Jordan an das Thalia Theater nach Hamburg, wo er in mehr als 30 Produktionen wirkte. Besonders oft trat er in der Theatereigenproduktion Thalia Vista Social Club, einer Rentner-Revue, auf, die im Oktober 2016 ihre 275. Vorstellung feierte. Bei der Verleihung des Deutschen Theaterpreises „Der Faust“ in den Jahren 2007 und 2013 übernahm er die Moderation des Abends.

2010 gab Jordan bei den Salzburger Festspielen den Teufel in Hugo von Hofmannsthals Jedermann. In der Spielzeit 2010/11 führte er am Theater Dortmund erstmals Regie und inszenierte Macbeth von William Shakespeare. Seitdem inszeniert er immer wieder Stücke zusammen mit Leonhard Koppelmann, etwa Arsen und Spitzenhäubchen, Der nackte Wahnsinn (beides am Theater Dortmund), Pension Schöller (Staatstheater Mainz) und In 80 Tagen um die Welt (Schauspielhaus Düsseldorf).

Film und Fernsehen

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Seit 2002 wirkt Peter Jordan regelmäßig in Film- und Fernsehproduktionen, nachdem er bereits in den 1990er-Jahren kleinere Gastrollen in Fernsehserien übernahm. Anfangs spielte er in Nebenrollen wie in Fatih Akins Solino, Paul Harathers Adam & Eva und in Hajo Gies’ Fernsehkomödie Weihnachten im September.

Neben zahlreichen Rollen in Film- und Fernsehproduktionen hat Jordan feste Engagements in verschiedenen Fernsehserien und -reihen. Nachdem er bereits mehrfach in einzelnen Tatort-Folgen gespielt hatte, übernahm er von 2008 bis 2012 im Hamburger Tatort die Rolle des Kommissars Uwe Kohnau, des Vorgesetzten (VE-Führer) des verdeckten Ermittlers Cenk Batu, gespielt von Mehmet Kurtuluş. Seit 2016 gehört er an der Seite von Anna Maria Mühe in der ZDF-Krimireihe Solo für Weiss als Jan Geissler, Kriminalrat und späterer LKA-Leiter des Lübecker Morddezernat, zur Stammbesetzung. Seine Partnerin Eggert spielte 2018 in der Folge Für immer Schweigen der Krimireihe seine Serienehefrau.

Privates

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Peter Jordan ist mit seiner Schauspielkollegin Maren Eggert liiert,[2] die er Ende der 1990er Jahre während seiner Zeit am Schauspielhaus Bochum kennenlernte.[1] Nach neun Jahren in Hamburg zog er mit Eggert nach Berlin, wo diese vom Deutschen Theater verpflichtet wurde.[1]

Filmografie

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Fernsehen

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Fernsehfilme

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Fernsehserien und -reihen

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Hörspiele (Auswahl)

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Hörbücher (Auswahl)

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Auszeichnungen

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Commons: Peter Jordan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Interviews

Einzelnachweise

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  1. a b c d e f g h i Peter Jordan in: Internationales Biographisches Archiv 25/2020 vom 16. Juni 2020, im Munzinger-Archiv, abgerufen am 16. Juni 2020 (Artikelanfang frei abrufbar).
  2. Maren Eggert: Sie ist nicht mit Peter Jordan verheiratet. In: gala.de. 5. Juli 2024, abgerufen am 6. Juli 2024.
  3. WDR: Hörspiel "GRЁUL" von Stuart Kummer und Edgar Linscheid. 12. Januar 2024, abgerufen am 31. Januar 2024.