Gordon Dobson

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Gordon Miller Bourne Dobson (* 25. Februar 1889; † 11. März 1976 in Oxford) war ein britischer Physiker und Meteorologe.

Dobson war einer der Pioniere der Stratosphären- und Ozon-Forschung. Zu diesem Zweck entwickelte er im Jahr 1924 das Dobson-Spektrophotometer. Er erkannte als Erster die jahreszeitlichen Schwankungen der Dicke der Ozonschicht[1] bei seinen Messungen auf der antarktischen Station Halley Bay in den Jahren 1956–1959. Dies waren die Schwankungen, deren deutliche Verstärkung im Verlauf der 1970er- und 1980er-Jahre durch Robert Watson im Jahr 1985 entdeckt und als Ozonloch bekannt wurden.

Nach Dobson ist auch die Dobson-Einheit benannt, eine Maßeinheit für die Stärke der Ozonschicht. Die Brewer-Dobson-Zirkulation ist das nach ihm und Alan Brewer benannte Modell atmosphärischer Ströme, die unter anderem die unterschiedliche globale Verteilung von Ozon erklärt.[2]

1927 wurde er als Mitglied („Fellow“) in die Royal Society gewählt, die ihn 1942 mit der Rumford-Medaille auszeichnete. 1949 erhielt er den Chree Medal and Prize.

Schriften (Auswahl)

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  • John Houghton, C. D. Walshaw (1977): Gordon Miller Bourne Dobson, 1899 - 1976. Biographical Memoirs of Fellows of the Royal Society, Volume 23, December 1977: 41 - 57 (Nachruf), doi:10.1098/rsbm.1977.0003.

Einzelnachweise

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  1. G. M. B. Dobson (1968): 40 Years Research on Atmospheric Ozone at Oxford - A History. Applied Optics 7 (3): 387-405.
  2. Ying Li, David W.J. Thompson: The signature of the stratospheric Brewer-Dobson circulation in tropopspheric clouds. In: Journal of geophysical research: Atmospheres. 2013, doi:10.1002/jgrd.50339 (englisch).