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MKL1888:Äăkos

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Äăkos“ in Meyers Konversations-Lexikon
Seite mit dem Stichwort „Äăkos“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 1 (1885), Seite 6
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Äăkos. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 1, Seite 6. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:%C3%84%C4%83kos (Version vom 17.12.2022)

[6] Äăkos (Aiakos), griech. Heros, Sohn des Zeus und der Ägina, einer Tochter des Flußgottes Asopos. Als dieser und gleichzeitig Hera die Tochter bedrohten, versetzte sie Zeus auf die Insel Önone, wo Ä. geboren wurde; das Eiland hieß seitdem Ägina. Hier herrschte Ä. über das aus Ameisen entstandene Geschlecht der Myrmidonen weise und gerecht, ein Liebling der Götter, die, wie die Menschen, ihn oft zum Schiedsrichter ernannten. Nach seinem Tod wurde Ä. mit Minos und Rhadamanthys Richter der Schatten und Thürhüter des Hades, weshalb er mit Schlüssel und Zepter abgebildet wurde. Auf Ägina, wo man ihn als Halbgott verehrte, prangte ihm zu Ehren das Äakeion mit Mauern von weißem Marmor. Seine Gemahlin Endeïs gebar ihm zwei Söhne, Telamon und Peleus. Pindar besingt oftmals den Ruhm des Ä. und der Äakiden, zu denen als des Peleus Sohn auch Achilleus gehört.